Miyuki Perlen

Vor einiger Zeit erregte eine neue Form von Schmuck unsere Aufmerksamkeit. Obwohl sie auf den ersten Blick normal erschien, war klar, dass es sich um etwas Besonderes handelt. Seine leuchtende Farben und die Klarheit der dargestellten Figuren waren etwas Unglaubliches und da wir uns darauf spezialisiert haben, besondere Dinge zu finden, entdeckten wir in diesem Moment die sogenannten Miyuki-Perlen, feine Qualitätsperlen aus Japan.

Der geschützte Markenname der Perlen bezieht sich auf die Japanische Region Miyuki. Es gibt verschiedene Arten von Miyuki-Perlen, aber die beliebtesten und am häufigsten verwendeten sind die Delica-Perlen, diese sind besonders gleichmäßige, zylinderförmige Saatperlen mit einer sehr grossen Farbpalette und einem besonders schönen Oberflächeneffekt.

Kolumbianer haben generell eine gewisse Fähigkeit im Perlen weben und seit einiger Zeit gibt es einen Boom an Schmuck, der aus diesen wunderbaren Perlen hergestellt wird. Wir haben zwei Frauen und ihre Marken ausgewählt und ihre handgemachte Schätze in unserem Sortiment aufgenommen. Sie sind Ximena Gonzales und Ilo Tejido aus Bogota, für uns die kreativsten Schöpfer der Miyuki-Perlen Welt in Kolumbien, die wir bisher gefunden haben.

Toquillastroh - Iraca Palm - Panamastroh - Scheibenblumengewächse

Die Carludovica Palmata – oder im deutschen Sprachgebrauch bekannt als Schiebenblumengewächse – ist eine kräftige Planze die mehrere Jahre alt werden kann und dabei auch mehrmals im Jahr blühen und fruchten. Ihr Ursprung ist neotropisch und stammt aus der Region von Ecuador und Südkolumbien, wo der Panamahut eigentlich herkommt. Dort verwendet man den Trivialnamen „Toquilla“ oder „Iraca“. Aber „die Panamahut-Pflanze“ hat sich mittlerweile auch in Mitteleuropa verbreitet und ist bestens zur Indoor-Kultur im Kübel geeignet.
Aus ihren Fasern, dem Toquilla-Stroh, werden die begehrten Panama-Hüte hergestellt. Hauptsächlich in Ecuador aber auch im an Ecuador grenzenden Departamento Narino, vor allem in der Gemeinde Sandoná, wird dieses Material verarbeitet und vermarktet und ist für viele Familien die wichtigste und vielleicht einzige Einnahmequelle.
Das Weben des Panamahutes ist eine hauptsächlich weibliche Arbeit, die von Hand und auf einem Stein mit dem Iraca-Stroh ausgeführt wird. Dieses Stroh wurde zuvor von Männern gesammelt. Dort wird die Herstellung von Iraca-Stücken noch in kleinen Familienkernen und nicht von großen Firmen durchgeführt, denn Landwirte und Handwerker haben die Techniken aus vergangenen Zeiten geerbt um die Gewebe und Traditionen zu bewahren.

Es gibt aber nicht nur Hüte aus Toquilla! Sondern auch jede Menge schöne andere Accessoires in tolle Farben zum Entdecken.

Tagua - Steinnuss

Die Steinnuss, auch Taguanuss oder Corozonuss genannt, ist der Samen der Steinnusspalmen (Phytelephas). Sie wachsen im tropischen Regenwald vor allem in Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Peru, Panama und Südafrika.

Die weiblichen Pflanzen produzieren jährlich etwa 20 kopfgroße, krustige und holzige Fruchtballen, die direkt am Palmstamm hängen. Nach der Ernte sind die „Nüsse“ noch weich und deswegen werden sie mehrere Monate an der Sonne getrocknet. Dabei werden sie allmählich fester, bis sie schließlich – und das ist das Besondere an der Steinnuss – durch und durch die Härte von Knochen erlangen. Unter ihren braunschwarzen Außenhaut erscheint nun ein elfenbeinfarbenes Material das sich sägen, fräsen, drechseln, schnitzen, polieren und auch einfärben lässt. Durch ihre Farbe ist die Taguanuss auch als pflanzliches Elfenbein bekannt.

In den 1920er Jahren erreichte die kommerzielle Nutzung ihren Höhepunkt, als sie tonnenweise zu Knöpfen verarbeitet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Produktion rückläufig, da die Taguanuss bei der Herstellung von Knöpfen durch Kunststoffe ersetzt wurde. Dies änderte sich erst wieder in den 1970er Jahren im Zuge der ökologischen Bewegung, als internationale Organisationen die Taguanuss als Elfenbeinersatz wiederentdeckten, um die durch den Handel mit Elfenbein von der Ausrottung bedrohten Elefanten zu retten. Seitdem wird die Taguanuss auch „Elefanten Retter“ genannt.

in Kolumbien wird die Taguanuss hauptsächlich für die Herstellung von Schmuck und anderen handgefertigten Artikeln für den Haushalt verwendet. Diese kleine Industrie ist die Einnahmequelle einiger kleiner Städte wie z.b. Chiquinquira im Bundesland Boyaca. Aber warte mal, wenn die Tagua hart wie ein Stein ist, ist sie dann auch nicht so schwer für schmuck? Nein, das ist das besondere an den Steinnüssen, sie sind hart wie ein Stein aber sehr leicht zu tragen.

Tagua als Werkstoffe bei Bizar